Jugendensemble
Leitung: Silvia Lederer
Princess-Fantasy, Renato Bui
Katjuscha Kasatschok, Hans Ehrlinger
nach einer russischen Volksweise
Arr.: Hans Ehrlinger, Helmuth Herold
Doppelquartett
Leitung: Jörg Lederer
Roccata, Hans-Günther Kölz
Libertango, Astor Piazzolla
Bearb.: Thomas Bauer
Venti d'Oriente, Gian Piero Reverberi/Ivano Pavesi
Arr.: Hans-Günther Kölz
Orchester
Leitung: Jörg Lederer
Die schöne Galathée, Ouvertüre
Franz von Suppé, Bearb.: Curt Herold
Pomp and Circumstance, Marches
Edward Elgar, Arr.: Werner Niehues
A discovery Fantasy
I. Introduction (Theme)
II. Bolero (Variation 1)
III. Rondeau (Variation 2)
IV. Intermezzo (Variation 3)
V. Finale
Jan de Haan, Arr.: Hans-Günther Kölz
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Ein abwechslungsreiches Klangerlebnis bot das erstmals als Soirée stattfindende Herbstevent des Akkordeon-Spielrings Geradstetten im Ev. Gemeindehaus Kelter. Zahlreiche Gäste durften miterleben, wie vielfältig Akkordeonmusik sein kann. Begonnen hat das Jugendensemble unter der Leitung von Silvia Lederer mit der "Princess-Fantasy" von Renato Bui, einem ursprünglich 1966 als Pflichtstück für das Internationale Akkordeon-Festival in Evian komponierte Werk. Wie gut diese Spieler inzwischen aufeinander eingespielt sind, zeigte sich an Ausdruck und Zusammenspiel beim Vortrag ihrer Stücke. Als zweites folgte mit "Katjuscha" die Bearbeitung einer als "Kasotschok" bekannten russischen Volksweise, bei der das russische Temperament richtig spürbar wurde.
Weitere Facetten des Akkordeonspiels wurden vom "Doppelquartett" unter der Leitung von Jörg Lederer aufgezeigt: "Roccata" ist eine Komposition von Hans-Günther Kölz, bei der sich tänzerisch leichte Partien mit kräftigen, rhythmischen Teilen in verschiedenen Taktarten abwechseln. Ein besonderer Genuss war der "Libertango" von Astor Piazzolla in einer Bearbeitung von Thomas Bauer. Laut einer Zuhörerin fehlte nur noch das passende Tango-Tanzpaar dazu! Eine Mischung aus Rock und Barock wurde bei "Venti d'Oriente" spürbar, das vom bekannten "Rondo Veneziano" als eigener Stil entwickelt wurde und in einer Bearbeitung von Hans-Günther Kölz zum Vortrag kam.
Das 1. Orchester, ebenfalls unter der Leitung von Jörg Lederer, begann mit der Ouvertüre zu Franz von Suppés "Die schöne Galathée", einem klassischen Operettenstück. Danach folgte der Militärmarsch "Pomp and Circumstance" von Edward Elgar, der von den Orchesterspielern abwechselnd filigran und pompös umgesetzt wurde. Mit "A discovery fantasy" wurde von Jan de Haan die Erkennungsmelodie einer holländischen Fernsehserie in verschiedenen Variationen bearbeitet. Eine rhythmische Herausforderung, die vom Orchester großartig gemeistert wurde.
Marion Mergl