Soirée 2010
Akkordeonspielring Geradstetten

Sonntag, 14. November 2010


Jugendensemble
Leitung: Silvia Lederer

Princess-Fantasy, Renato Bui

Katjuscha Kasatschok, Hans Ehrlinger
nach einer russischen Volksweise
Arr.: Hans Ehrlinger, Helmuth Herold


Doppelquartett
Leitung: Jörg Lederer

Roccata, Hans-Günther Kölz

Libertango, Astor Piazzolla
Bearb.: Thomas Bauer

Venti d'Oriente, Gian Piero Reverberi/Ivano Pavesi
Arr.: Hans-Günther Kölz


Orchester
Leitung: Jörg Lederer

Die schöne Galathée, Ouvertüre
Franz von Suppé, Bearb.: Curt Herold

Pomp and Circumstance, Marches
Edward Elgar, Arr.: Werner Niehues

A discovery Fantasy
I. Introduction (Theme)
II. Bolero (Variation 1)
III. Rondeau (Variation 2)
IV. Intermezzo (Variation 3)
V. Finale
Jan de Haan, Arr.: Hans-Günther Kölz


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Klangerlebnis Akkordeon – Soirée am vergangenen Sonntag

Ein abwechslungsreiches Klangerlebnis bot das erstmals als Soirée stattfindende Herbstevent des Akkordeon-Spielrings Geradstetten im Ev. Gemeindehaus Kelter. Zahlreiche Gäste durften miterleben, wie vielfältig Akkordeonmusik sein kann. Begonnen hat das Jugendensemble unter der Leitung von Silvia Lederer mit der "Princess-Fantasy" von Renato Bui, einem ursprünglich 1966 als Pflichtstück für das Internationale Akkordeon-Festival in Evian komponierte Werk. Wie gut diese Spieler inzwischen aufeinander eingespielt sind, zeigte sich an Ausdruck und Zusammenspiel beim Vortrag ihrer Stücke. Als zweites folgte mit "Katjuscha" die Bearbeitung einer als "Kasotschok" bekannten russischen Volksweise, bei der das russische Temperament richtig spürbar wurde.
Weitere Facetten des Akkordeonspiels wurden vom "Doppelquartett" unter der Leitung von Jörg Lederer aufgezeigt: "Roccata" ist eine Komposition von Hans-Günther Kölz, bei der sich tänzerisch leichte Partien mit kräftigen, rhythmischen Teilen in verschiedenen Taktarten abwechseln. Ein besonderer Genuss war der "Libertango" von Astor Piazzolla in einer Bearbeitung von Thomas Bauer. Laut einer Zuhörerin fehlte nur noch das passende Tango-Tanzpaar dazu! Eine Mischung aus Rock und Barock wurde bei "Venti d'Oriente" spürbar, das vom bekannten "Rondo Veneziano" als eigener Stil entwickelt wurde und in einer Bearbeitung von Hans-Günther Kölz zum Vortrag kam.
Das 1. Orchester, ebenfalls unter der Leitung von Jörg Lederer, begann mit der Ouvertüre zu Franz von Suppés "Die schöne Galathée", einem klassischen Operettenstück. Danach folgte der Militärmarsch "Pomp and Circumstance" von Edward Elgar, der von den Orchesterspielern abwechselnd filigran und pompös umgesetzt wurde. Mit "A discovery fantasy" wurde von Jan de Haan die Erkennungsmelodie einer holländischen Fernsehserie in verschiedenen Variationen bearbeitet. Eine rhythmische Herausforderung, die vom Orchester großartig gemeistert wurde.

Marion Mergl