Schülerorchester
Leitung: Silvia Lederer
Aus einem fernen Land, H. G. Kölz/W. Russ
Arr.: Martin Kopf
Rock´n Roll Youngsters, Gottfried Hummel
Jugendensemble
Leitung: Silvia Lederer
Summer Nights, aus dem Musical-Film "Grease",
Jim Jacobs, Arr.: Sebastian Klein
Killing me softly, Charles Fox
Bearb.: Sonja Lederer
Waterloo, B. Andersson/B. Ulvaeus
Bearb.: Jörg Lederer
Doppelquartett
Leitung: Jörg Lederer
The Bee Gees, Barry, Robin und Maurice Gibb
Arr.: Wolfgang Russ
Oblivion, aus dem Film "Heinrich IV",
Astor Piazzolla, Arr.: Hans-Günther Kölz
Root Beer Rag, Billy Joel
Bearb.: Matthias Hennecke
1. Orchester
Leitung: Jörg Lederer
Tarantella arrabiata, Hans-Günther Kölz
Maske in Blau, Potpourri aus der Operette,
Fred Raymond, Bearb.: Curt Herold
Eine Schwarzwaldfahrt, Horst Jankowski
Arr.: Walter Maurer
Mac Arthur Park, Jimmy Webb
Arr.: Hans-Günther Kölz
The Lord of the Dance, Ronan Padraig Hardiman,
Bearb.: Hans-Günther Kölz
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Eine riesige Schlange ringelte sich zu den Klängen von "Aus einem fernen Land" aus ihrem Korb: mit dieser Komposition von H.-G. Kölz und W. Russ begrüßte das Schülerorchester des Akkordeon-Spielrings Remshalden-Geradstetten e.V. unter der Leitung von Silvia Lederer die zahlreich erschienenen Gäste aus nah und fern zu ihrer diesjährigen Frühjahrsunterhaltung. Danach brachten die jüngsten Spielerinnen und Spieler des Vereins Schwung in die Bude: bei "Rock’n Roll Youngsters" von Gottfried Hummel wurden viele Zuhörer zum Mitklatschen verlockt. Dieser Auftritt wurde natürlich mit viel Applaus belohnt.
Das Jugendensemble, ebenfalls unter der Leitung von Silvia Lederer, begann seinen Auftritt mit "Summer Nights", einem Hit aus dem Musical-Film "Grease". "Killing me softly" dieser bekannte Song von Charles Fox wurde von Sonja Lederer für Akkordeonorchester bearbeitet und sehr gefühlvoll vom Jugendensemble vorgetragen. Mit "Waterloo", einem der größten ABBA-Hits in einer Bearbeitung von Jörg Lederer, verabschiedete sich die Jugend unter tosendem Applaus.
Der Auftritt des Doppelquartetts begann mit einem Medley der bekanntesten Melodien der BeeGees. Viele summten mit, als die Titel "Stayin’ alive", "How deep is your love" oder "Night fever" anklangen. Weiter ging es mit "Oblivion", einem der bekanntesten Tangos des Argentiniers Astor Piazzolla, der ursprünglich für Streichorchester und Bandoneon geschrieben wurde. Der Titel aus der Filmmusik "Heinrich IV" (1984) führte das Publikum in die melancholische Welt einer verflossenen Liebe.
Ohne Knoten in den Fingern überstanden die Spielerinnen und Spieler dann den "Root Beer Rag", einen Klassiker von Billy Joel. Zuhörer und Zuschauer waren vom virtuosen Spiel und den schnellen Fingern der Akkordeonisten begeistert und erklatschten sich selbstverständlich eine Zugabe: "Mas que nada". Dieser Chart-Hit von Sergio Mendez und den Black Eyed Peas wurde in einem neuen, mitreißenden Arrangement von Hans-Günter Kölz präsentiert und man konnte sich die Sambatänzerinnen auf dem Hintergrundbild lebhaft beim Tanz vorstellen mit ihren bunten Kostümen.
Apropos Hintergrundbild: jeweils passend zum Musikstück wurde während des gesamten Konzertes ein Dia projiziert. So versetzten Wüste, Mac Arthur Park und Bollenhut in die jeweiligen Landschaften, ABBA, BeeGees und Billy Joel thronten über den Spielgruppen und weckten dadurch manche Jugenderinnerung. Spiegelkugel und Lichteffekte unterstrichen die Stimmungen der einzelnen Vorträge.
Nach der wohlverdienten Pause nahm das 1. Orchester unter der Leitung von Jörg Lederer auf der Bühne Platz. Es begann mit "Tarantella arrabiata" von Hans-Günter Kölz, einem folkloristisch unterhaltsamen Konzertstück für Akkordeonorchester, bei dem sich Solo- und Tuttiblöcke raffiniert abwechseln.
Nun folgte ein Ausflug in die Welt der Operette. Die "Maske in Blau" vom österreichischen Komponisten Fred Raymond birgt zahlreiche weltbekannte Melodien wie "Die Juliska aus Budapest", "Ja, das Temp’rament" oder "Schau einer schönen Frau nie zu tief in die Augen". Das Publikum war begeistert vom temperamentvollen Spiel des 1. Orchesters. Dieses zeigte sein Können auch beim nächsten, weltbekannten Stück: "Eine Schwarzwaldfahrt" von Horst Jankowski eroberte 1965 zahlreiche Charts: Nr. 1 in Australien, Nr. 3 in England, Nr. 11 in den USA und ist bis heute unvergessen.
Musikalisch hat Jimmy Webb den Tagesablauf im MacArthurPark von Los Angeles vom Sonnenaufgang über das bunte Treiben am Tag bis zum stimmungsvollen Ausklang am Abend beschrieben. Der Rock-Klassiker der 60er Jahre kam in einem Arrangement von Hans-Günter Kölz zum Vortrag und erntete großen Applaus.
Ein gelungenes Konzert endet nie ohne Zugabe. Die Halle wurde abgedunkelt und von hinten bewegten sich vier Fackelträger auf die Bühne zu, wo Alexandra Hamm als Flötenspielerin im Spotlicht stand. Mit Michael Flatleys "Lord of the Dance" war dem Orchester eine großartige Zugabe geglückt: Flötenspielerin und Fackelträger trugen zu einer einzigartigen Atmosphäre bei, die Lust macht auf mehr im nächsten Jahr dann!
Marion Mergl