Probetag
Samstag, 20. April 2002

Um 10 Uhr trafen wir uns im Gemeindesaal in der Rinnenäckersiedlung, ganz gespannt was uns heute erwarten würde. Unser Dirigent Herbert Heck wollte uns an diesem Tag ein paar "Basics" des Akkordeonspiels (wieder) näherbringen, denn vieles gelangt seiner Meinung nach im Laufe der Jahre in Vergangenheit.

Wir scharten uns um ihn und los gings mit ein paar Lockerungübungen. Dann erklärte Herbert uns die Beziehungen der Tonarten zueinander über den Quintenzirkel und dann durften wir ein paar Tonleitern spielen. Hierbei zeigte sich, dass wir trotz der vorhergehenden Lockerungsübungen noch nicht ganz so locker waren! Jetzt waren die verschiedenen Notenwerte und deren unterschiedlicher Spielweisen an der Reihe. Viel Theorie, die Praxis hierzu sollte erst nach der Mittagspause erfolgen.

Zum Mittagessen gabs Saiten, die uns das "Catering-Team" Thalheimer servierte. Nach der verdienten Pause animierte uns Ingrid Papenfuß mit ein paar sportlichen Koordinationsübungen, um unseren Kreislauf wieder anzukurbeln.

Nun begaben wir uns wieder an unsere Instrumente und durften auch gleich zeigen, dass wir stets die gleichen Töne einmal legato, non legato, portato und staccato spielen konnten (und Herbert sogar den Unterschied hören sollte!). Anschliessend war die Bass-Seite an der Reihe! Herbert erklärte uns auch hier die Zusammenhänge der einzelnen Tonarten sowie die Bestandteile der einzelnen Akkord-Bässe. Krönung der Theorie war die Erklärung, dass es nur drei unterschiedliche Verminderte Septime-Bässe gibt. (Wer hierzu die Erklärung möchte darf sich gerne an unseren Dirigenten wenden!)

Nun war es Zeit, die verschiedenen Taktarten durchzunehmen. Hierzu hat Herbert viele Zählübungen vorbereitet und als Höhepunkt des Tages bekamen wir mehrere Stücke vorgespielt, zu denen wir immer die jeweilige Taktart erraten sollten.

Nach soviel Theorie durften wir doch noch ein wenig spielen, und so kamen die Musikstücke für das Sommerkonzert dran. Um 17 Uhr war dann der Probetag zu Ende und wir verließen den Saal völlig erledigt und mit dem Vorsatz die nun aufgedeckten Defizite umgehend zuhause auszumerzen.

Rüdiger Brändle